Im Forum könnt Ihr unter “Lindenstrasse – Folge 1260 – “Verspielt”” über die Folge diskutieren.
Rückblick von lindenstrasse.de:
Mitten in der Nacht wird Iffi wach. Schnell stellt sie fest, dass sie nicht die Einzige ist, die keinen Schlaf findet – oder sucht. Nico sitzt noch vor seinem Computer und spielt. Iffi erinnert ihren Sohn daran, dass morgen Schule ist und schickt ihn zu Bett. Am nächsten Morgen verschläft Nico natürlich, was ihm eine weitere Standpauke von Iffi einbringt.
Steffi nutzt den Vormittag, um neue Pralinen zu kreieren. Sarah darf als erste von den Leckereien probieren. Ein Schokoladenstück hat Steffi nach Anna benannt, weil ihr ihre Freundschaft im Gefängnis viel bedeutet hat. Sie arbeitet an einem Plan für ihre berufliche Zukunft, verrät Sarah allerdings noch nicht, worum es sich dabei handelt.
Angelina hat einen Termin in der ehemaligen Praxis Flöter. Als sie von Klaus erfährt, dass ein neuer Arzt die Praxis übernommen hat, attraktiv und mit schickem Cabrio, wird sie hellhörig. Klaus ermuntert sie: „Du warst schon lange nicht mehr auf Beutezug.“ Das sieht Angelina genauso und ändert dementsprechend noch einmal ihre Garderobe. Von Lisa erfährt Angelina, dass Doktor Stadler nicht verheiratet ist. Beste Voraussetzungen also für einen engagierten Flirt. Mit den Waffen einer schönen Frau fällt es Angelina leicht, sich mit Ernesto für den Abend zu verabreden.
Steffi beginnt ihren Plan in die Tat umzusetzen. Sie möchte Murat davon überzeugen, seinen Imbiss aufzugeben und stattdessen gemeinsam mit ihr ein Pralinengeschäft zu eröffnen. Murat ist zwar von den Pralinen begeistert, über die neue Geschäftsidee nachdenken möchte er allerdings nicht. Aber aufgeben kommt für Steffi nicht in Frage. Sie bittet Tanja um Hilfe: Steffi hat ein schriftliches Geschäftskonzept entwickelt und möchte, dass Tanja einen kritischen Blick darauf wirft, bevor sie erneut versucht, Murat zu überzeugen. Das zweite Gespräch ist für Steffi erfolgreicher. Murat sagt zu, ihr Konzept zu studieren und sich erst dann zu entscheiden. Der Türke ist von Steffis Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit beeindruckt.
Beim Einkauf im “Café Bayer” vertraut sich Nico Stiefoma Gabi an. Er hat Probleme in der Schule und sein Halbjahreszeugnis wird mit drei Fünfern alles andere als gut ausfallen. Später „überfährt“ ihn seine Freundin Caro auch noch mit dem Vorschlag, dass sie zu ihm zieht, wenn das Baby da ist. Nicos Einwand, es sei zu wenig Platz in seinem Zimmer, betrübt Caro zutiefst.
Iffi ist wütend und stellt ihren Sohn zur Rede. Wieso ist sie über Nicos schlechte Zensuren nicht unterrichtet? Der Filius gesteht, dass es in den Fächern Biologie, Mathematik und Englisch nicht zum Besten steht. Iffi sieht sich genötigt, die Zügel anzuziehen. Ab sofort verbietet sie Nico die Computerspiele. Stattdessen wird gelernt und notfalls auch ein Nachhilfelehrer engagiert. Vielleicht gelingt es noch, das Ruder herumzureißen.
Der Abend ist gekommen und Angelina und Ernesto wollen ihren Flirt im “Café George” bei Sekt und gedämpfter Musik fortsetzen. Die beiden funken auf der gleichen Wellenlänge und kommen sich näher. Plötzlich nimmt der Abend jedoch ein jähes Ende: Als Ernesto sie leicht am Haar berührt, kommen Angelina völlig unerwartet die Erinnerungen an den fatalen Abend mit Momo ins Gedächtnis. Sie ist überzeugt, dass Momo sie damals vergewaltigen wollte und dieses Erlebnis scheint sie nicht verarbeitet zu haben. Geradezu hysterisch wehrt sie Ernestos Berührung ab – sogar ein Glas geht zu Bruch. Angelina flüchtet aus der Bar und hinterlässt einen ratlosen Ernesto.
Iffi organisiert mit Klaus und Momo ein intensives Lernprogramm für Nico. Als die sorgende Mutter ihren Sohn darüber informiert, erwischt sie ihn erneut bei einem Computerspiel. Iffis Geduld ist am Ende und sie kassiert kurzerhand Nicos Laptop.
Cliffhanger: Nico teilt der verdutzten Iffi einen Entschluss mit: Er will die Schule verlassen und sich einen Job suchen.
Cliffauflösung letzte Folge: Steffi setzt alles daran, Murat davon zu überzeugen, gemeinsam mit ihr einen Pralinenladen zu eröffnen.
und das ist die Interpretation von zuiop:
1260 “Verpetzt”
Petzen scheint die neue Trendsportart der Gosse zu sein. Bisher unangefochten auf Platz 1: Gabi, die erst kürzlich Adi bei Mitzi verpetzte. Diesmal denunziert sie Nico bei seiner Mutter.
Jimi meldet Ernestos Date mit Antschelina umgehend an Mitzi.
Dreckschleuder Klausi breitet Antschelinas erfolglosen “Beutezug”, auf den er selbst sie gebracht hat, vor Iffi und Momo aus, und krönt die Aktion genießerisch mit Schadenfreude.
Es hatte sich offenbar nicht bis zu Antschelina herumgesprochen, dass es einen neuen Arzt gibt. Erst, als Klausi das Cabrio erwähnt, zieht sich das Flitt um, ohne zu wissen, wie der Doktor aussieht. Er könnte klein, dick und hässlich sein, oder sogar Jimis Zwillingsbruder – egal: das Flitt legt eben keinen Wert auf Äußerlichkeiten.
Vom Traummann zum Trauma in wenigen Sekunden: das After-Work-Date endet in einem Fiasko. Antschelina erinnert sich urplötzlich daran, dass testosterongesteuerte Männer gelegentlich auch unsympathische Frauen angrapschen. Während alle Welt grübelt, ob das Flitt womöglich in einem früheren Leben traumatisiert worden sein könnte oder ob der besoffene Flohbus Auslöser für die akute Androhaptophobie war, kümmert sich niemand um den sensiblen Mediziner. Ist Dr. Stadler traumatisiert? Wird er nun jedes mal, wenn er eine Patientin untersucht, fürchten, dass diese schreiend davonläuft?
Nico arbeitet bis zum frühen Morgen: Er muss in seinem Computerspiel Monster killen. Junger Mann, warum in virtuelle Welten abdriften? In unmittelbarer Nachbarschaft treiben z.B. Steffi, Tanja oder Klausi ihr Unwesen.
Iffi ermahnt ihren Sohn: “Nico, du wirst keine drei Fünfen auf dem Zeugnis haben!” “Stimmt, es könnten auch vier werden.”, wäre eine coole Antwort gewesen. Um in Zukunft keine schlechten Noten mehr zu kriegen, beschließt der werdende Vater, die Schule abzubrechen und mit der Abfindung eine Wohnung für seine kleine Familie zu finanzieren.
Obwohl Murat noch überlegt, ob Ayrantrüffel, Knoblauchpralinen und Dönerkonfekt wirklich das große Geld bringen, verkündet die Schokolesbe den Gutmenschen, dass die Geschäftsbeteiligung sicher ist.
Der Laden kann aber nicht einfach “Kakao” heißen! Korrekt wäre “Steffi’s und Murat’s Kakao”.
Ihre letzte Kreation hat Steffi “Anna” getauft. Dabei ist die Praline gar nicht lila, sondern salzig.
Der Mörderin ohne Unrechtsbewusstsein ist übrigens auch das Urheberrecht piepegal. Die preiswerte Familienpackung mit extravagant gefüllten Pralinen, für die vier weitere Lindensträßler Pate standen, ist eindeutig von einem bekannten Markenprodukt abgekupfert.