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Autor Thema: Kino - die Leinwand des Lebens  (Gelesen 89307 mal)
Hamlet
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« Antworten #2025 am: 21 August 2016, 14:17:08 »

Ich gebe ehrlich zu; seit wir den großen Plasmaschirm haben, war ich auch nicht mehr im Kino.

Mir geht aber auch das viel zu laute Dolby-Surround auf die Nerven.

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Autor Thema: Kino - die Leinwand des Lebens(Gelesen 89307 mal)
Lumpi
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« Antworten #2026 am: 23 August 2016, 06:27:53 »

Ich teile viele Einschätzungen. Die Mädchen waren streckenweise nur Statistinnen, dem Rebellen sah man in der ersten Szene den Rebellen schon an. Der Gag bei der Polizeikontrolle war großartig.
Jetzt, da ich ja weiß was passiert, möchte ich den Film gerne erneut sehen.
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Köln ist größer, als die Meisten denken.  Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt 27,6 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 28 km.
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Hamlet
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« Antworten #2027 am: 01 November 2016, 16:19:04 »

Man fasst es nicht!

https://www.turn-on.de/primetime/topliste/10-schauspieler-die-die-rolle-ihres-lebens-ablehnten-104939

 Pamela Anderson als Agent Scully in "Akte X" wäre die Fehlbesetzung des Jahrhunderts geworden!
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Autor Thema: Kino - die Leinwand des Lebens(Gelesen 89307 mal)
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« Antworten #2028 am: 02 Dezember 2016, 11:45:22 »

Heute in der Nacht konnte ich nicht schlafen und habe auf der Tube Rainer-Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" mit Brigitte Mira geguckt. Der Titel, über den ich oft stolperte, hat ja Kultstatus, aber ich finde, solch einen Film sollte man in jeder 8. Klasse zum Pflichtstoff machen. Brigitte Mira war mir ja immer schon bekannt und beliebt, als liebe Oma vom Grill.

Aber in diesem Film will man sie eigentlich permanent trösten und den anderen Ar...löchern (besonders den Söhnen und dem Mann im Kaufladen) ordentlich die Meinung sagen.

Fast alle, die mitspielten, sind schon tot, auch "Ali", der im richtigen Leben einige Jahre der Lebenspartner von Fassbinder war.

Also, ein trauriger Film, aber dank der Mira auch zum Schmunzeln (lachen leider nicht), der vielleicht so manchen AfDler umdenken lassen würde.
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Autor Thema: Kino - die Leinwand des Lebens(Gelesen 89307 mal)
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« Antworten #2029 am: 21 März 2017, 10:36:34 »

Ich muss beruflich ins Kino und mir den diesen Monat erschienenen Film "Silence" ansehen.
Offenbar läuft der nur sehr vereinzelt. Gibt es eine Seite, auf der man suchen kann, wo der Film aktuell im (Groß-)Raum Köln gezeigt wird?
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Lumpi
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« Antworten #2030 am: 21 März 2017, 10:44:20 »

Google. Kein Witz, die Suche "Silence Kino" zeigt die aktuellen Programmzeiten an, bei mir werden zwei Termine in Ddorf angezeigt.
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Lumpi
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« Antworten #2031 am: 21 März 2017, 10:45:00 »

und hier:
https://www.choices.de/film/silence
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« Antworten #2032 am: 21 März 2017, 10:48:28 »

Ich habe einfach mal gegoogelt, und diese Seite gefunden. Ich weiß aber nicht, ob die was taugt.

Für Düsseldorf kann ich www.biograph.de empfehlen, aber da willste ja nicht hin.
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« Antworten #2033 am: 21 März 2017, 12:46:21 »

Vielen Dank Euch beiden!

Mit Werbung dauert der Film rund 3 Stunden. Inklusive An- und Abreise von/nach Düsseldorf oder Bonn ist ja nahezu ein ganzer Arbeitstag weg. Wann soll ich das denn noch machen?!  ohnmacht
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salessia
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« Antworten #2034 am: 21 März 2017, 12:57:43 »

Vielen Dank Euch beiden!

Mit Werbung dauert der Film rund 3 Stunden. Inklusive An- und Abreise von/nach Düsseldorf oder Bonn ist ja nahezu ein ganzer Arbeitstag weg. Wann soll ich das denn noch machen?!  ohnmacht

Du kleine Dramaqueen...

Fährst du 5 Stunden hin und zurück oder dauert dein Arbeitstag nur 4 oder 5 Stunden? Außerdem kann man auch evtl. später "anreisen", wenn man vorher nachfragt, wie lang der Werbeblock ist. In Programmkinos ohne feste Sitzplatzbuchung kannst du höchstens Pech haben, dass du dann ganz am Rand oder mit der Nase an der Leinwand sitzt.
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« Antworten #2035 am: 01 August 2017, 18:41:49 »

Gestern habe ich Fuck ju Göhte 2 im Internet gesehen und selten so gelacht.



Einer meiner Lieblingsfilme:

https://www.youtube.com/watch?v=Bwftpors7E0

Hape ist echt genial.   thumb_up
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EdnaKrabappel
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« Antworten #2036 am: 12 Oktober 2017, 22:00:08 »

Am Wochenende war ich in ES. Ich bin zwar eher der Schisser (und war deshalb auch in der Mittagsvorstellung, damit ich nicht im Dunkeln heim musste), aber nachdem ich bereits die Turmverfilmung verpasst hatte, wollte ich mir diesen King nicht entgehen lassen. Und es hat sich gelohnt.

Der Film hält sich nicht sklavisch eng an das Buch. Logischerweise fehlen viele Szenen (sonst wäre der Film wahrscheinlich Tage gegangen), es wurden aber auch ein paar neue eingebaut. Natürlich wird jeder eine Szene vermissen - bei mir war es Eddie mit der Batteriesäure im Aspirator  biggrin - aber insgesamt fand ich die Neukonstruktion gelungen.

Interessant war die zeitliche Darstellung. Lt. Einblendung spielt der Film anstatt 1958 Ende der Achtziger. Das wird auch durch einige Details verdeutlicht (Ben hört New Kids on the Block auf seinem Walkman, im Kino läuft Nightmare on Elm Street, man spricht über Michael Jackson), aber die Optik erinnert eher an die Fünfziger. Ein guter Kompromiss, finde ich.

Die Kinderdarsteller haben mir gut gefallen, vor allem Beverly, Eddie und Georgie. Die familiären Hintergründe wurden teilweise geändert, das passte aber auch ganz gut. Etwas schade fand ich, dass Mike so schemenhaft bleibt. Er wird mit einer echt guten Szene eingeführt, aber das war es auch.

Ich bin ja auf dem Gebiet des Horrorfilms kein Experte, aber für mich war das kein reiner Horror. Es war zwischenzeitlich sehr witzig (ein paarmal musste ich laut lachen), auch mal anrührend, und einfach schön waren die Szenen, in denen die Freundschaft im Club der Verlierer dargestellt wird. Das hätte gern ausführlicher sein dürfen, ein paar Schockmomente weniger hätten es auch getan. Was natürlich nicht die Badezimmerepisode betrifft  biggrin die ist legendär.

Wenn der Film im Fernsehen kommt, werde ich ihn mir auf jeden Fall nochmal anschauen, ich glaube, da kann ich noch einige Details entdecken.
« Letzte Änderung: 12 Oktober 2017, 22:01:44 von EdnaKrabappel » Gespeichert

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« Antworten #2037 am: 13 Oktober 2017, 12:07:46 »

Hui!  smile Das merk ich mir mal, vielleicht geht ja mal einer mit mir ins Kino am Wochenende. Die Filme gibt's ja heutzutage auch schon relativ schnell in der Online-Videothek, aber so'n Kinoerlebnis ist doch noch was anderes, finde ich. 

Vivian:

https://www.kinopolis.de/su/filmdetail/es/14954000012PLXMQDD

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« Antworten #2038 am: 09 März 2018, 12:04:46 »

Okay, es wurde dann doch nur die Online-Videothek.  Wink

Kleine Vorgeschichte: Diese Sky-Fußball-Reporter müssen wohl ab und zu mal Werbung für die anderen Sky-Inhalte machen, da kommen dann mitten im Spiel so Ansagen wie "Das Spiel ist gerade nicht so spannend, aber wenn Sie was Spannendes sehen wollen, dann blablablablablabla."

Und dieser eine Reporter hat wohl ne Wette verloren oder so was, jedenfalls musste der "Es" ankündigen und sagte immer "Eeeeeeees" - wie in "Schneeeeee". "Können Sie sich runterladen - Eeeeeeeeeeees!" Das krieg ich jetzt nie wieder aus dem Kopf.  biggrin

Nun zum Film, also erst mal: da fehlt ja der ganze Teil, in dem sie erwachsen sind, oder? (Ich hab gestern nur etwas die Hälfte des Films geschafft.) Kommt da noch ne Fortsetzung?

Ansonsten stimme ich Dir zu, Edna, ich find es bisher auch echt gelungen. Die zeitliche Verlegung in die 80er Jahre find ich persönlich super, von den New Kids on The Block bis hin zu Henry Bowers' Vokuhila.  biggrin Die Version kommt mir auch irgendwie "härter" vor als die andere Verfilmung, mehr drastische Szenen, mehr sexuelle Anspielungen - und soll da irgendwie angedeutet werden, dass Beverly von ihrem Vater missbraucht statt verprügelt wird?  wow

Apropos - die Beverly-Darstellerin gefällt mir richtig gut, die hat diese Mischung aus verletzlich und tough super drauf. Die (Kinder-)Beverly in der alten Verfilmung hat mich dagegen immer total genervt, die hatte irgendwie immer den gleichen tranigen Gesichtsausdruck.

Die Jungs bleiben dagegen relativ blass, da gefielen mir noch Ben und Richie am besten (Richie mochte ich eh schon immer am liebsten ;-) ).

Am Wochenende schau ich den Rest, bin schon gespannt.


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« Antworten #2039 am: 09 März 2018, 16:32:29 »

Ja, es kommt eine Fortsetzung mit den Erwachsenen. Soll ungefähr im Herbst 2019 rauskommen.
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« Antworten #2040 am: 19 März 2018, 16:46:36 »


Prima, da geh ich aber diesmal wirklich ins Kino.  smile


Also, statt einer langweiligen Lesung über Arthur Schnitzlers Kindermädchen zu lauschen, haben wir uns dann doch kurzfristig für "Das schweigende Klassenzimmer" entschieden. War eine gute Wahl.

Die Geschichte allein ist ja schon erzählenswert, und wie Salessia hat mich auch der Mut dieser jungen Leute beeindruckt. Natürlich nimmt der Film sich einige dramaturgische Freiheiten heraus, die so nicht im Buch sind. Allen voran der Ort - die wahre Geschichte spielt ja in Storkow, nicht in Stalinstadt (und ich musste erst googlen, dass das das heutige Eisenhüttenstadt ist  blush ). Ich hab gelesen, dass man diese Änderung gemacht hat, weil Storkow heute natürlich so viel bunter und "westlicher" aussieht, während in Eisenhüttenstadt wohl noch vieles erhalten ist. Okay, so konnte man gleich noch plakativ die Maloche im Stahlwerk zeigen als "Alternative" zum Abitur.

Den schwulen Onkel gab es im Buch nicht, auch nicht diese Dreiecks-Liebesgeschichte, in dieser Beziehung hält sich das Buch eher bedeckt und es gibt allenfalls Andeutungen. Aber das fand ich auch nicht weiter störend, natürlich gibt es bei so jungen Menschen auch mal Liebesgemützel, insofern war das nicht zu abwegig. Auch der Onkel war okay, wenn auch nicht im Buch, aber es störte auch nicht weiter, und den Michael Gwisdek zu sehen ist sowieso immer eine Freude.

Richtig ärgerlich und unnötig fand ich aber diesen Spalter-Typen, der dann durchgeknallt ist und mit dem Gewehr rumgeballert hat, samt der Geschichte mit dem Vater. Das war so nicht im Buch und auch einfach überflüssig, denn die wahre Geschichte ist an sich schon spannend genug, finde ich.

Und die eine Szene, als dann jeder gesagt hat, es wäre seine Idee gewesen, fand ich doch ein bisschen zu sehr Club der toten Dichter-mäßig, grad auch mit dieser dramahaaaatischen Musik.  Wink

Die Schauspieler waren toll, alle miteinander, sowohl die jungen als auch die alten. Besonders natürlich Florian Lukas - als Vivian schrieb, dass der mitspielt, dachte ich zuerst, dass er einer der Schüler wäre, weil ich noch den jungschen Typen aus "Good bye Lenin" im Kopf hatte.  biggrin (Daran merkt man wohl, dass man älter wird.  bawling ) Er war immer noch sehr jung für einen Schuldirektor, aber das war natürlich durchaus realistisch, weil  man nach dem Krieg ja das Problem hatte, dass die meisten Lehrer "vorbelastet" waren und somit die Neulehrer eingesetzt hat, die vorher Arbeiter oder Bauern waren. Also das war sehr passend, inklusive des Dialekts - und mir ist mal wieder aufgefallen, dass Berliner/Brandenburger kein z sprechen können ("ßeit", "ßu" biggrin ).

Da ist mir auch noch eine Anekdote aus dem Buch in Erinnerung, die mich nachhaltig beeindruckt hat: Dieser Schuldirektor war im Buch ein Geografielehrer, ein typischer Neulehrer, der aus der Landwirtschaft kam und schnell umgeschult wurde. Und so sprach er im Unterricht immer "Bordeaux" falsch aus, nämlich so wie man es schreibt. Einer der Schüler fasste sich ein Herz und korrigierte ihn - und er war nicht sauer, sondern dankbar und meinte, dass auch er immer noch etwas dazulernen könne. Das fand ich irgendwie ganz gut, und so war auch der Direktor im Film (auch ohne diese Story).

Die Funktionäre waren auch richtig gut und beängstigend dargestellt. Und das Allerschlimmste dabei fand ich, dass die aus einer tiefen Überzeugung heraus gehandelt haben, das Richtige zu tun. Die haben ja die Greuel des Nationalsozialismus noch am eigenen Leib erfahren (gut zu merken an diesem Volksbldungstypen mit der Narbe von der Drahtschlinge am Hals). Die glaubten wohl wirklich, dass für eine in ihren Augen gute Sache wie der Sozialismus auch solche "Gestapo-Methoden" gerechtfertigt sind. Bei der Tuss dagegen (die Kreisschulrätin oder was die sein sollte, ich konnte mir diese ganzen Funktionen damals schon nicht merken  biggrin ) merkte man schon, dass die auch Freude dran hatte, die Schüler in die Pfanne zu hauen. Die war richtig gut widerlich dargestellt, man hätte ihr ständig ins Gesicht klatschen können.

Da ich in dem System ja auch noch teilweise aufgewachsen bin, musste ich natürlich automatisch an "damals" denken und meine Situation mit der im Film vergleichen. Einiges kam mir schon sehr bekannt vor, vor allem die Sturheit und Unflexibilität dieses ganzen Staatsapparates. Natürlich war es bei uns nicht so krass wie in diesem Film. ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass in unserer Klasse jemand sich so derart für politische Dinge engagiert hätte (da war das mit dem Fußballer schon realistischer). Um ehrlich zu sein, das hat uns damals in dem Alter weniger tangiert. Und so einen Zusammenhalt hätte es wahrscheinlich auch nicht gegeben. Vielleicht waren die Jungs und Mädels in den 50ern ja noch irgendwie "reifer" als wir in dem Alter - das fand ich auch an dem Beispiel mit der Dreiecksgeschichte gut zu merken, wie dieser Typ überhaupt nicht sauer auf seinen Kumpel war, weil der mit seiner Freundin rumgeknutscht hat (am Anfang hab ich die beiden Jungs dauernd verwechselt, das war nicht sher hilfreich  biggrin ). Also diese Reife hätten unsere Jungs sicher nicht gehabt.

Meine Mutter merkte noch an, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass jeder Schüler damals sein eigenes Pult hatte, aber vielleicht war das nur in "Stalinstadt" so, das war ja so eine damals hypermoderne Musterstadt. Und dass auch keiner mit Schlips in den Unterricht gekommen wäre.

Fazit: trotz der unnötigen Dramatisierungen sehenswert, allein schon wegen der wahren Geschichte. Und mein persönliches Fazit ist, dass ich jeden Tag aufs Neue wieder glücklich und dankbar bin, dass ich dieses System nicht mehr erleben muss.  smile


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« Antworten #2041 am: 19 März 2018, 17:01:42 »

Vielen Dank für den tollen Bericht und den Vergleich mit dem Buch.

Dass der Spalter-Typ im Buch nicht vorkam, überrascht mich sehr, denn der spielte ja keine kleine Rolle. Nötig war er für die Handlung meiner Meinung nach nicht.

An den Club der toten Dichter habe ich auch gedacht.  smile

Du schreibst, ihr wart nicht so politisch engagiert. Die Schüler in dem Film kamen mir ehrlich gesagt auch eher so vor: "Lass uns doch mal 2 Schweigeminuten machen", einfach weil es cool (den Ausdruck gab es wahrscheinlich noch nicht) ist? So richtig ernst und engagiert kam mir das zu Anfang nicht vor. Irgendwie verselbständigte (2mal "st"?) sich das Ganze dann. So war zumindest mein Eindruck.

Und vielen Dank für die Erklärung des Z-Fehlers. Das wusste ich nicht. Ich habe nur die ganze Zeit gedacht: "Muss der so sprechen, oder hat der Schauspieler ein Problem mit seinen Zähnen?"  biggrin
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« Antworten #2042 am: 19 März 2018, 17:12:19 »

Nu, da hat sich das Warten ja gelohnt  smile. Sehr lesenswert.

Liebesgeschichte und schwuler Onkel - was sollte das denn? Die eigentliche Geschichte bietet doch genug Stoff. Ich kann das nicht leiden, wenn das durch anderes aufgepolstert wird. Scheint aber meistens leider nicht anders zu gehen  Sad.

Stalinstadt - Eisenhüttenstadt googlen müssen... Mensch, meine Gudste,  wer von uns beiden hat denn eigentlich die DDR durchlaufen?  Wink Aber die Erklärung für den Ortswechsel im Film ist interessant, ich hatte mich darüber nämlich schon gewundert.

Bei Florian Lukas als Direktor hatte ich den gleiche  Gedanken wie Du - der ist doch noch so jung! Ist er ja aber gar nicht (kommt aber noch so rüber) und im Rahmen dieser Neulehrersache ist es ohnehin glaubhaft. Gerade erst las ich, daß die jüngste Neulehrerin in Leipzig damals 18 war.

Die Funktionäre, uh, das glaube ich. Ich habe mir letzte Woche den Filmtrailer angesehen und fand, daß die Bedrohlichkeit sehr gut rüberkam. Ich fühlte mich nach den paar Minuten schon beklommen. Bemerkenswert, wie diese jungen Leute dagegen zusammenhielten.

Dann hast Du den Film mit Deiner Mum gesehen, ja? Da werde ich Dich bei Gelegenheit auch noch mal nach ihren Eindrücken fragen  smile.

Danke für den tollen Bericht, den Film will ich jetzt noch mehr sehen. Und ein sehr schöner wichtiger Schlußsatz  smile.
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„Zum großen Bösen kamen die Menschen nie mit einem Schritt. Nie. Sondern mit vielen kleinen, von denen jeder zu klein schien für eine große Empörung.“

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« Antworten #2043 am: 19 März 2018, 17:15:48 »



Und vielen Dank für die Erklärung des Z-Fehlers. Das wusste ich nicht. Ich habe nur die ganze Zeit gedacht: "Muss der so sprechen, oder hat der Schauspieler ein Problem mit seinen Zähnen?"  biggrin

 biggrin

Mir ist das früher auch nie aufgefallen, aber das ist echt so.


Du schreibst, ihr wart nicht so politisch engagiert. Die Schüler in dem Film kamen mir ehrlich gesagt auch eher so vor: "Lass uns doch mal 2 Schweigeminuten machen", einfach weil es cool (den Ausdruck gab es wahrscheinlich noch nicht) ist? So richtig ernst und engagiert kam mir das zu Anfang nicht vor. Irgendwie verselbständigte (2mal "st"?) sich das Ganze dann. So war zumindest mein Eindruck.


Ja, das stimmt. Aber die haben ja auch diese ganzen Geschehnisse in Ungarn verfolgt, sind dafür extra illegal Radio hören gegangen und haben dann noch darüber diskutiert. Ich kann mich nicht erinnern, dass das so bei uns auch gewesen wäre. Andererseits hat man als junger Mensch ja schon auch immer eine Meinung. Ich glaube, als ich gerade anfing, so was wie ein politisches Bewusstsein zu entwickeln, passierte auch schon die Wende. Die Schüler in dem Film waren ja schon 17/18, da war die DDR bei mir dann schon vorbei.

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« Antworten #2044 am: 19 März 2018, 17:25:00 »


Das hat sich bissl überschnitten grade.

@Vivian: Vielen Dank.  smile

Stalinstadt - Eisenhüttenstadt googlen müssen... Mensch, meine Gudste,  wer von uns beiden hat denn eigentlich die DDR durchlaufen?  Wink


 blush

Also das mit der Liebesgeschichte und dem Onkel war echt nicht weiter störend und auch schlüssig wg. Radiohören - da weiß ich gar nicht mehr, wie das im Buch war? Also woher die die Informationen hatten. Nur das mit dem Spalter war wirklich ärgerlich.



Dann hast Du den Film mit Deiner Mum gesehen, ja? Da werde ich Dich bei Gelegenheit auch noch mal nach ihren Eindrücken fragen  smile.

Danke für den tollen Bericht, den Film will ich jetzt noch mehr sehen. Und ein sehr schöner wichtiger Schlußsatz  smile.

 smile

Die genauen Umstände des Kinobesuchs erklär ich dann im Reichsgrafen, das würde jetzt zu sehr ausufern. (Ich versuch es heute noch zu schaffen.  biggrin)
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« Antworten #2045 am: 19 März 2018, 19:47:34 »

Das wusste *ich* ja sogar, dass Eisenhüttenstadt früher Stalinstadt hieß...   feil


Kenne zwar weder Buch noch Film, aber ich muss mal sehen, ob der Film in Münster noch läuft...

Glückskind, vielen Dank für die ausführliche Beschreibung,...
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Münster ist größer, als die meisten denken. In Ost-West-Richtung 20,6 km, in Nord-Süd-Richtung 24,4 km.

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« Antworten #2046 am: 18 Juli 2018, 13:30:25 »


Gerne. :-)

...hat jetzt das Kinoprogramm Düsseldorf durchforstet
...könnte sich für "Die Wunderübung" (A), "Tanz ins Leben" (GB) und "Die dunkelste Stunde" (GB) interessieren
...vermutet, dass diese Filme nicht den Geschmack des Glückskinds treffen
...wundert sich, dass die Verlegerin und Solo noch immer laufen
...hat die beide schon gesehen

Das würde ich gar nicht mal sagen, aber die laufen alle nicht (mehr?) in dem Kino, für das ich die Gutscheine habe (Blockbuster-Mist-Kino). Die Verlegerin würde ich zB gerne sehen, wie war denn der?

Solo wäre wohl eher nicht meins, das ist doch dieser Star Trek-Mist?  biggrin

Mamma Mia: Ich geb zu, ich mag die ABBA-Musik ab und zu sehr gerne.  blush Aber dafür ins Kino - nee. Das will ich dem m.G. auch nicht antun.  biggrin

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« Antworten #2047 am: 18 Juli 2018, 13:45:08 »

Ich habe auf der Seite Biograph für Düsseldorf geguckt. Da stehen alle Kinos drauf, auch alle kleinen Programmkinos.

"Die dunkelste Stunde" ist tatsächlich schon älter, aber läuft jetzt im UCI. Komisch.

Die beiden anderen Filme sind nicht so Blockbuster-Mist-Kino-Filme, die laufen beide in kleinen Programmkinos.

Die Verlegerin fand ich sehr interessant, Meryl Streep etwas trutschig, aber so sollte sie wohl auch sein. Meine "Lieblingskollegin" war auch in dem Film und sagte anschließend: "Meine Güte, es ging den ganzen Film nur darum, ob sie den Artikel bringen oder nicht. Was soll denn daran interessant sein?" So verschieden kann man das sehen.

Solo ist der "Star-Wars(!!!!!)ohnmacht-Mist", ja. Niemals hätte ich geglaubt, wenn mir vor ein paar Jahren jemand erzählt hätte, dass ich mir sowas ansehe. Meine Tochter ist schuld! Sie hatte mal vor geraumer Zeit einen britischen Freund, der ihr an einem Wochenende alle Teile gezeigt hat und sie war dermaßen begeistert von der Logik des Aufbaus, dass sie mich neugierig gemacht hat. Nun schau ich natürlich weiter, wenn was Neues kommt.

Mamma Mia 1 fand ich eigentlich ganz nett. Am Besten finde ich, dass der Brosnan überhaupt nicht singen kann und das auch weiß und zugibt.  smile
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« Antworten #2048 am: 18 Juli 2018, 15:00:18 »

Ja, der hat so herrlich schief gesungen.  biggrin

Was ich wirklich bemerkenswert fand war, wie elegant sie die Songs alle in die Story eingebunden haben, das passte wirklich gut.
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« Antworten #2049 am: 18 Juli 2018, 17:21:36 »

Mamma Mia1 hab ich im TV gesehen, mir absolut nichts erwartet, fand den Film aber sehr unterhaltsam und nett.
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