Autor Thema: Geschichte und Archäologie  (Gelesen 32769 mal)

Offline D21

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Geschichte und Archäologie
« am: 09 Mai 2014, 18:43:14 »
Das finde ich spannend:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/roemerlager-in-thueringen-archaeologen-finden-spuren-am-kyffhaeuser-a-968565.html

Ich hoffe, es ist für Euch okay, dass ich für diesen Themenkomplex einen neuen Thread eröffne.
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Offline Lumpi

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #1 am: 09 Mai 2014, 19:35:15 »
Der wird zwar bestimmt nicht oft genutzt, aber ich find’s gut - das Thema auch!
Köln ist größer, als die Meisten denken.  Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt 27,6 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 28 km.
In diesem Sinne …

Dies ist keine Rechtsberatung.
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Offline Tulpe

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #2 am: 09 Mai 2014, 19:52:53 »
 :thumb_up:

Ich freue mich schon auf weitere interessante Beiträge!
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Offline Tulpe

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #3 am: 09 Mai 2014, 21:09:15 »
Dieser Artikel ist schon 10 Jahre alt und auf Englisch, aber sehr interessant.
Terry Jones schreibt hier über die falsche Vorstellung, das Mittelalter wäre eine Zeit gewesen, in der Wissenschaft oder Individualität keinen Platz gehabt und erst die Renaissance die Menschheit aus dem Dunkel der Unwissenheit in das Licht der Erkenntnis geführt hätte.
Er nennt als Beispiel den hartnäckigen und weitverbreiteten Irrglauben, man hätte im Mittelalter die Erde für eine Scheibe gehalten.

http://www.theguardian.com/education/2004/feb/08/highereducation.news

Der Artikel ist eine Einleitung zu Terry Jones' wirklich grandioser Serie "Medieval Lives", die damals bei der BBC ausgestrahlt wurde (und die ich glücklicherweise auf DVD besitze).
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Offline EdnaKrabappel

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« Antwort #4 am: 09 Mai 2014, 21:30:15 »
Das finde ich spannend:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/roemerlager-in-thueringen-archaeologen-finden-spuren-am-kyffhaeuser-a-968565.html

Ich hoffe, es ist für Euch okay, dass ich für diesen Themenkomplex einen neuen Thread eröffne.

Sehr interessant  :smile: Ich finde es faszinierend, dass man auch heute noch auf solche Funde stößt - man könnte doch meinen, dass in Deutschland jeder Kubikmeter Erde schon beackert wurde.

Offline Miracoli

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #5 am: 09 Mai 2014, 21:35:11 »
Es wird doch dauernd irgendwas ausgebaggert, in letzter Zeit höre ich sehr oft von Evakuierungen wegen Fliegerbomben des 2.WKs - da kann man sich schon seine Gedanken machen.

Offline EdnaKrabappel

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #6 am: 09 Mai 2014, 21:41:59 »
Stimmt, das kam in letzter Zeit wieder häufiger vor. Da fragt man sich schon, woran das liegt: gibt es heute bessere Untersuchungsmethoden, hat es früher nich so interessiert oder ist es schlicht Zufall?

Trotzdem: dass ein so großes Areal (in dem Artikel sprechen sie ja von möglicherweise 18 Hektar) bislang unberührt blieb, finde ich schon bemerkenswert.


Offline EdnaKrabappel

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #7 am: 09 Mai 2014, 21:56:31 »
Jetzt habe ich auch den von Tulpe verlinkten Artikel gelesen, ebenfalls sehr interessant. Klasse, wie falsche Vorstellungen einfach mal in die Welt gesetzt werden und dauerhaft hängen bleiben:

Zitat
The meeting never happened and the Church never taught that the earth was flat. Irving simply made it all up. And yet it's stuck. It's just one of the many, many misconceptions about the medieval world that we don't seem able to shake off.


Aufschlussreich finde ich dazu auch diesen Artikel :

http://www.uni-stuttgart.de/romlit/mitarbeiter/krueger/interviews/interview_spiegel.pdf

Da fällt mir ein, dass ich mal einen Walt Disney-Comic gelesen habe, in dem Goofy in die Rolle von Kolumbus schlüpft - und am Ende tatsächlich über den Rand der Erde fällt  :biggrin:


Offline Tulpe

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #8 am: 10 Mai 2014, 09:45:14 »
Toller Artikel, Edna!
Ich wollte schon suchen, weil ich mich schwach daran erinnert habe, dass der Spiegel mal sowas gebracht hat.

Auf Youtube habe ich übrigens die deutsche Fassung eines Teils (The Damsel - Das Burgfräulein) von Terry Jones Medieval Lives gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=7LoqVySkjjE
Das ist das erste Drittel, die nächsten Drittel findet man rechts in der Liste.
Auch hier räumt er mit falschen Vorstellungen auf.

Leider finde ich die anderen Teile nicht auf deutsch. Man findet aber alle englischen Originale: The Peasant, The Monk, The Damsel, The Minstrel, The Knight, The Philosopher, The Outlaw, The King.
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Offline Tiamat

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« Antwort #9 am: 10 Mai 2014, 11:58:12 »
Wonderful London 1924 & 2014

Ich mag das Video.  :smile:
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Offline Oldfield

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #10 am: 11 Mai 2014, 00:02:41 »
Schön!  :smile:
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Offline D21

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« Antwort #11 am: 12 Mai 2014, 10:00:23 »
Stimmt, das kam in letzter Zeit wieder häufiger vor. Da fragt man sich schon, woran das liegt: Gibt es heute bessere Untersuchungsmethoden, hat es früher nicht so interessiert oder ist es schlicht Zufall?

Ich denke, heutzutage muss vor Baumaßnahmen nach Altlasten gesucht werden, das war in der Vergangenheit wohl nicht so.
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Offline Tulpe

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« Antwort #12 am: 12 Mai 2014, 11:33:59 »
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Offline D21

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« Antwort #13 am: 28 Mai 2014, 21:12:17 »
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ausstellung-damals-als-wir-hunnen-waren-12961403.html

Während sich alle Welt mit dem Jahr 1914 beschäftigt, habe ich mich gerade dem Jahr 1864 gewidmet. Da gibt es auch eine interessante Ausstellung:

http://www.dueppel2014.de/kalender/menschen-im-krieg-von-1864
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Offline Libella

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #14 am: 28 Mai 2014, 23:37:23 »
Ah.... der Deutsch/Dänische Krieg...
Anschauungsmaterial hab ich hier quasi vor der Haustür. Also historisches.
Die Dänen selbst sind im Moment zum Glück eher friedlich gestimmt.  ;)

Ein Optiker, der nicht säuft, ist wie ein Schleifstein,  der nicht läuft.

Offline das Glückskind

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #15 am: 12 Juni 2014, 18:14:56 »
Fortsetzung aus dem TV-Thread:

Da hattet ihr ja voll den Cliffhanger über die Ferien.  :biggrin:
und um dem Ganzen noch eins draufzusetzen... natürlich haben wir den Lehrer drauf angesprochen, warum die Jahre zwischen 33 und 45 ausgelassen werden, warum nicht anknüpfen? als Antwort gab es dann: "das wäre der Lehrstoff der Klasse 10 gewesen und jetzt nicht seine Aufgabe!"... ahja... dumm nur, dass wir nach den Sommerferien den gleichen Lehrer hatten wie nach den Sommerferien  :biggrin:

nee... ganz ehrlich... was ich über diese Zeit weiß habe ich mir alles selber erarbeiten müssen, weil diese Jahre nie Thema im Geschichts/Politik-Unterricht waren, ich hoffe, dass ist heute anders... ich gehöre der "Generation Kriegskinder-Nachkommen" an, sprich Erzeuger waren während dieser Zeit Kinder/Teens, Großväter im Krieg, Großmütter "alleinerziehend" und egal wer angesprochen wurde... es wurde von Allen ein riesengroßes Tuch des Schweigens drüber gezogen, über dieses Thema konnte/wollte bei uns nicht geredet werden und selbst als ich dann anfing darüber zu lesen, wurde das nur sehr mißbilligend geduldet, das Buch der Anne Frank wurde mir von Erzeugern bspw weggenommen als ich es mit 14 lesen wollte. Als dann aber die Serie "Holocaust" im Fernsehen lief, musste ich nahezu drum kämpfen sie gucken zu dürfen ("für Schule notwendig" zog dann schon mal ;) ), also guckten Erzieher mit, um immer wieder entsetzt aufzustöhnen "so war das aber gar nicht!", "das ist doch typisch Hollywood!", "du darfst aber nicht glauben, dass das wirklich so war!", auf Nachfrage, wie es denn war, gab es dann nur wieder Schweigen als Antwort



Zunächst mal, was die Schule betrifft: da war es "bei uns" (ich nenn es jetzt mal so, war halt so) im Osten glaub ich ein wenig anders. Das Dritte Reich mit all seinen Schrecken war durchaus Thema, sowohl im Unterricht als auch darüber hinaus (Fahrt nach Buchenwald usw.).

Ob ich mit meinen Eltern - bzw. war es bei mir ja die Großeltern-Generation, meine Eltern sind erst später geboren - darüber geredet habe, das weiß ich nicht mehr so genau. Meine beiden Opas sind allerdings im Krieg gefallen bzw. verschollen/nicht aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, meine Omas und der angeheiratete Opa (der für mich eigentlich wie der "richtige" Opa war) haben wohl nicht so viel erzählt, ich hab aber auch nicht gefragt, so weit ich mich erinnern kann.

Meine Großmütter lebten beide auf dem Land und haben den Krieg selbst wohl auch nicht so intensiv miterlebt wie andere, die zB in den bombardierten Großstädten wohnten. Was ich aber noch weiß, sind die Geschichten aus den Nachkriegsjahren, die eine Omi immer erzählt hat - wie sie mit Eiern (ich glaub sogar mit toten Hühnern) nach Berlin gefahren ist, um die auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen oder zu tauschen. Ganz allein. Und wie sie Angst vor "den Russen" hatten, die dann auf einmal da waren. Dass die aber angeblich sehr kinderlieb waren. Und so weiter.

Als Kind fand ich diese Geschichten spannend und auch lustig (Omi hat sie ja auch kindgerecht erzählt), mir war gar nicht bewusst, wie schwer das alles gewesen sein muss. Heute denke ich, den Frauen, die sich und die Kinder während des Krieges und danach alleine durchbringen mussten, kann man wirklich nur Respekt zollen.  :gung:
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Offline Tulpe

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« Antwort #16 am: 12 Juni 2014, 18:34:00 »
Das war nicht nur im Osten anders, sondern auch hier in Bayern.
Das Dritte Reich und den 2. Weltkrieg haben wir wirklich fast bis zum Speien behandelt (wobei das dritte und letzte Mal am ausführlichsten dann im Leistungskurs Geschichte).
Bei uns hat aber keiner die Schule verlassen, ohne das Thema nicht jeweils in der Mittel- und der Oberstufe (ich glaube in der 9. und der 11. Klasse) gehabt zu haben.
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Offline Kröte

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« Antwort #17 am: 12 Juni 2014, 18:40:31 »
 :gung:

Das war auch zu meiner Zeit in NRW so - wir sind aber leider nie weiter als 1945 gekommen.
Allerdings wurde das Thema Nationalsozialismus übergreifend in verschiedenen Fächern (Deutsch, Literatur, Kunst etc.) behandelt.

Offline das Glückskind

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« Antwort #18 am: 12 Juni 2014, 18:53:45 »
Dann ist Shimu wohl noch woanders zur Schule gegangen. Der Lehrplan war ja sicher auch damals schon Ländersache. 
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Offline Shimuwini

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« Antwort #19 am: 12 Juni 2014, 19:08:29 »
gut, dass du gewechselt hast, ich war auch kurz davor, war mir nur nicht sicher, ob hier hin oder in den Schul-Thread ;)

Heute denke ich, den Frauen, die sich und die Kinder während des Krieges und danach alleine durchbringen mussten, kann man wirklich nur Respekt zollen.  :gung:
erst einmal hierzu *absolutzustimm*

meine Erzeuger bzw die ganze Familie hielt(en) sich irgendwie an den Lehrplan ;) - auch da wurden die Jahre 33-45 komplett ausgeklammert, nein, nicht ganz...

Als Kind fand ich diese Geschichten spannend und auch lustig (Omi hat sie ja auch kindgerecht erzählt), mir war gar nicht bewusst, wie schwer das alles gewesen sein muss.
und das, was denn bei uns mal erzählt wurde, wurde nicht kindgerecht erzählt... meine Erzeuger und auch Großmütter waren mit Sicherheit traumatisiert, wobei ich mit Großeltern noch weniger darüber reden konnte, die Erzeugerin erzählte dafür dann ihre Erinnerungen aus den Bombennächten in der Großstadt wirklich so intensiv, als wenn sie in dem Moment passieren würden und das - so heute meine Sicht - um mich abzuschrecken, damit ich bloß nicht weiter nachfrage.... meine Erzeuger waren/sind halt "recht speziell" *sigh* und Tabuisieren gehörte da halt dazu wie das tägliche Brot. Ich wurde schon damals als das "schwarze Schaf der Familie" gestempelt, weil mich die Jahre 33-45 interessierten und ich mir auch erlaubte, diesbezüglich kritsiche Fragen zu stellen.

In sofern waren sowohl Schule, als auch Erzeuger konsequent... obwohl es einige Klassenfahrten und/oder Urlaube bspw in die Nähe von Celle gingen, Bergen-Belsen wurde weder mit der Klasse, noch mit Erzeugern besucht, erst als ich selber Auto fahren konnte bin ich hin. 1979 kam das Stern-Buch "Der SS-Arzt und die Kinder" raus, als es neu bei uns in der Leih-Biblio auftauchte, habe ich es mir direkt ausgeliehen... Erzeugerin hat es direkt am nächsten Tag wieder zurück gebracht und mir meine Biblio-Karte weggenommen, ich habe es mir dann mühsam vom Taschengeld abgespart und versteckt... gerne hätte ich mich während des Lesens bzw danach mit Jemanden drüber unterhalten, weder Lehrer noch Erzeuger standen aber als Ansprechpartner zur Verfügung  :( ... natürlich habe ich mich später (und auch noch heute) gefragt, ob das Tabuisieren mit den Großvätern/Großeltern zu tun hat und ich habe heute, aus meiner Geschichte heraus auch Vermutungen, nur überprüfen kann ich so gar nichts, wüsste jedenfalls nicht wie und wo...
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Offline salessia

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« Antwort #20 am: 13 Juni 2014, 00:30:38 »
:gung:

Das war auch zu meiner Zeit in NRW so - wir sind aber leider nie weiter als 1945 gekommen.
Allerdings wurde das Thema Nationalsozialismus übergreifend in verschiedenen Fächern (Deutsch, Literatur, Kunst etc.) behandelt.

Das war bei mir auch so. Aber wir sind ja auch Zwillinge.
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Offline Tulpe

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« Antwort #21 am: 13 Juni 2014, 09:40:35 »
[...]  :( ... natürlich habe ich mich später (und auch noch heute) gefragt, ob das Tabuisieren mit den Großvätern/Großeltern zu tun hat und ich habe heute, aus meiner Geschichte heraus auch Vermutungen, nur überprüfen kann ich so gar nichts, wüsste jedenfalls nicht wie und wo...

Als einstige angehende Historikerin sollte man sowas vielleicht nicht mal denken, aber vielleicht ist es besser, wenn man so manches nicht so genau weiß.
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Offline das Glückskind

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« Antwort #22 am: 13 Juni 2014, 12:10:37 »
Vielleicht war es ja in erster Linie auch eher Selbstschutz bei Shimus Eltern. Aber das ist nur so ein Gedanke, ich kann es natürlich nicht beurteilen.

Dass die Schule dieses Kapitel komplett ausgeklammert hat, ist aber wirklich sehr speziell.

 
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Offline D21

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« Antwort #23 am: 13 Juni 2014, 12:37:25 »
Ich habe 1979 Abi gemacht, wir sind auch nie über das Jahr 1933 hinausgekommen.
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Offline Aließ

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« Antwort #24 am: 13 Juni 2014, 13:56:40 »
Ein sehr spannender und interessanter Thread!
Ich kann mir zwar Geschichtszahlen nur schwer merken, krabbele und klettere aber in meiner Freizeit und im Urlaub unheimlich gerne an geschichtsträchtigen Orten herum.
Wenn ich nicht zu doof fürs Gymnasium gewesen wäre, hätte ich bestimmt was in der Richtung studiert.
Das Dritte Reich wurde bei uns in der Realschule damals nur sehr knapp und schludrig durchgenommen und obwohl das KZ Dachau in der Nähe ist, sind wir da nicht hingefahren.
Ich hab das erst viele Jahre später gemacht, als ich dachte, ich könne das besser verdauen. Tatsächlich fällt es mir aber heute noch schwer, das Ausmaß dieser Grausamkeiten zu überreißen.