Autor Thema: Geschichte und Archäologie  (Gelesen 32547 mal)

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"Wir müssen alle miteinander klar kommen." (Iris Brooks, 7. Mrz. 2019)

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« Antwort #101 am: 15 Mai 2017, 10:02:16 »
Ausführlicher Beitrag über den Beginn der Hohenzollern-Herrschaft in Brandenburg:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/600-jahre-hohenzollern-in-brandenburg-frieden-dank-kurfuerst-friedrich/19674636.html

 :thumb_up:
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« Antwort #102 am: 28 Juni 2017, 06:08:38 »
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Offline Tiamat

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Geschichte und Archäologie
« Antwort #103 am: 10 Juli 2017, 12:17:15 »
Marina Amaral ist eine Grafikerin, die historische s/w-Fotos coloriert hat.

Ich finde die Ergebnisse beeindruckend.

als Video: https://www.youtube.com/watch?v=UfWKeC-qmko

ihre Galerie: http://www.marinamaral.com/portfolio-2/


Das Bild von Lewis Powell finde ich faszinierend. Könnte glatt ein Calvin Klein-Model sein.
Haltur ríður hrossi,
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daufur vegur og dugir.
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Offline D21

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« Antwort #104 am: 18 Juli 2017, 04:56:45 »
Im Dreißigjährigen Krieg war schon was los:

"In Anno [etc]. 1631 den 5ten Februarii des Abends zwischen 9 und 10 Uhren, ist ob(en)g[enannter] Herr Rapp[ius] mit seiner Hausfr[au] auß Jost Bocks Haus zu Voehl kommen, da seiner Schwester Gerdraudt Weinkauf in sein(em) Haus gehalten, und alß g[enannter] Pfarrer heimkommen, hat er einen jungen Gesellen bey seiner Tochter Regina im Bette gefunden, wie er sagt, und nach demselben mit einem Messer gestochen und seiner Tochter das Herz im Bett abgestochen, daß sie alsbald gestorben. Und deswegen der Pfarrer die Nacht ausgewichen und flüchtig worden und vom Dienst kommen, hat sich demnach zu Cassel vor einen Soldaten annehmen lassen u. eine zeitlang eine Musquet(e) getragen."

In ihrem Beerdigungseintrag heißt es:

"Des Abends zwischen 9 und 10 Uhren in ihrem Bette, in die Brust ubers Hertz mit einem Messer gestochen und sie auß dem Bette geschlagen, das(s) sie in der Todtesnacht auß dem Hausse bey Johann Volmars Scheure gelauffen u. Hülff geruffen, der sich, als sie im Wege nidergesunken, neben andern, in seine Stube getragen, darin sie uber ein Viertel Stunde gelegen und gestorben. Und hat der Pfarrh[err], ihr Vater gesagt, er hätte einen jungen Gesellen bey ihr im Bette funden, nach dem er hätte gestochen und sie getroffen."
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Offline Hamlet

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« Antwort #108 am: 07 September 2017, 23:20:41 »
 Unklar sei, wohin ihre Nachkommen gewandert sein könnten. "Es war vermutlich ein größeres System dahinter",

Man musste den Inzest vermeiden?
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Offline Malke

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« Antwort #109 am: 08 September 2017, 09:11:27 »
War denen das damals schon so bewusst, dass sie deswegen so einen organisatorischen Aufwand betrieben?

Offline D21

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« Antwort #110 am: 08 September 2017, 09:47:56 »
Wohl kaum.
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Offline Hamlet

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« Antwort #111 am: 08 September 2017, 23:08:50 »
War denen das damals schon so bewusst, dass sie deswegen so einen organisatorischen Aufwand betrieben?

Warum nicht? Die Folgen von Inzest lassen sich doch recht leicht beobachten.
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« Antwort #112 am: 11 September 2017, 09:42:20 »
Ich meine, mal gelesen zu haben, dass den Menschen erst spät dämmerte, dass auch der Mann was mit der Entstehung vom Kind zu tun hat. Man dachte, das entstehe in der Frau "von selber". Wenn ihnen nicht klar war, dass es einen Zeugungsakt gibt, wird ihnen auch das mit dem Inzest nicht klar gewesen sein.

Jetzt müsste ich nur den Artikel wiederfinden, verdammich!

Offline Hamlet

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« Antwort #113 am: 11 September 2017, 10:29:56 »
Das müsste dann aber deutlich vor Onkel Onan gewesen sein.
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« Antwort #114 am: 11 September 2017, 11:07:16 »
Ich weiß eh nicht recht, wie sie nachweisen wollen, was man wann schon gewusst hat. Hat mich auch einigermaßen erstaunt, als ich das las. Aber bei der Menge an unnützem Zeugs, das ich so lese, kann ich mich nicht mehr an die Quelle erinnern.

Aktuell interessiere ich mich für den Einsatz der LiDAR-Technologie in der Archäologie. Gibt aber irgendwie nur Technobabble oder sauteure Fachliteratur.

Offline Hamlet

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« Antwort #115 am: 11 September 2017, 11:10:27 »
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« Antwort #116 am: 11 September 2017, 11:15:01 »
Merci! Ich hab immer mal wieder so abseitige Themen am Start.

Jetzt hab ich was gefunden zum Thema "Zeugung":

Zitat
Bis heute belegt die Ikonografie den bedeutenden Kultstatus der Frau im religiösen Bewusstsein der Archaik und zeigt, dass sie in der Hierarchie des zeitgenössischen Glaubens dem Mann überlegen war. Diese Behauptung entspringt weder weiblichem Wunschdenken noch ist sie Produkt feministischer Propaganda: Grund für die religiöse Geringschätzung des Mannes war die Unwissenheit um seine Zeugungskraft. Vom Paläolithikum bis ins Neolithikum hinein, mancherorts bis zur Bronzezeit, galt das weibliche Prinzip innerhalb der Fortpflanzung als autonom. Vermeintlich entwickelte sich das Kind im Mutterleib aus geronnenem Menstruationsblut. Die Notwendigkeit der Befruchtung durch den Mann war ebenso unbekannt wie der Begriff der „Vaterschaft“.

Die in dieser Zeit kursierenden Vorstellungen von Empfängnis orientieren sich an göttlichen, respektive magischen Wirkungsweisen: es galt beispielweise der Glaube, Frauen würden durch Körperkontakt mit heiligen Bäumen, Pflanzen oder Steinen schwanger. Bei einigen Naturvölkern hielt sich diese Vorstellung von Empfängnis bis in die jüngere Vergangenheit hinein.

http://elpub.bib.uni-wuppertal.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1121/df0901.pdf
1. 1. 1. 1. Die Mutter, die auch Vater war

Un-f*cking-fassbar, oder?

Offline Hamlet

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« Antwort #117 am: 11 September 2017, 11:23:45 »
"mancherorts bis zur Bronzezeit" das mag schon eher sein.

Jetzt müsste man nur wissen, wann Onan lebte.
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Offline D21

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« Antwort #118 am: 09 Oktober 2017, 11:52:49 »
https://www.youtube.com/watch?v=3zkSzZY-ONo&feature=share

Mussten die Schülerinnen und Schüler in der DDR um 1985 tatsächlich aufstehen, wenn sie aufgerufen wurden?
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Offline das Glückskind

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« Antwort #119 am: 09 Oktober 2017, 12:16:39 »
Weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube, bei uns war es so, dass wir am Anfang der Stunde aufstehen mussten (Diese Meldung "Die Klasse 5c ist zum Unterricht bereit" habe ich auch noch im Ohr.) Bei normalen Antworten während des Unterrichts mussten wir nicht aufstehen, glaube ich. Rennbiene?

Interessantes Projekt, vielleicht schau ich mir dieses Schulmuseum mal an. Hab's ja nicht weit.  :smile:

"I loathe nostalgia. I don’t believe in anything before penicillin."
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Offline Rennbiene

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« Antwort #120 am: 09 Oktober 2017, 12:58:15 »
https://www.youtube.com/watch?v=3zkSzZY-ONo&feature=share

Mussten die Schülerinnen und Schüler in der DDR um 1985 tatsächlich aufstehen, wenn sie aufgerufen wurden?


Nein.
1985 ganz sicher nicht mehr.
Zumindest nicht in Berlin.
Ich würde sagen, das war etwa bis 1971/72 (in Berlin) der Fall
Berlin ist größer, als die Meisten denken.  Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 km.
In diesem Sinne …
Herzliche Grüße von Rennbiene

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« Antwort #121 am: 09 Oktober 2017, 12:59:06 »
...vor allem sind die in dem Alter längst keine Pioniere mehr, sonder FDJler.


...ach so, die spielen das nur.
(1985 ist kein Kind mehr jeden Tag mit Pioniertuch in die Schule gekommen. Nur zu besonderen anlässen)
Berlin ist größer, als die Meisten denken.  Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 km.
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Offline das Glückskind

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« Antwort #122 am: 09 Oktober 2017, 14:36:02 »

(1985 ist kein Kind mehr jeden Tag mit Pioniertuch in die Schule gekommen. Nur zu besonderen anlässen)

Ja, stimmt. FDJ-Hemd haben wir auch nicht jeden Tag getragen.
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Offline D21

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« Antwort #123 am: 09 Oktober 2017, 16:28:48 »
Herzlichen Dank für Eure Auskünfte.
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« Antwort #124 am: 09 Oktober 2017, 22:47:53 »
https://www.youtube.com/watch?v=3zkSzZY-ONo&feature=share

Mussten die Schülerinnen und Schüler in der DDR um 1985 tatsächlich aufstehen, wenn sie aufgerufen wurden?


Das gab es im Westen auch. 1985 aber sicher nur noch vereinzelt.

1972 war ich Klassensprecher und habe der Klasse "verboten" zu jeder neuen Stunde aufzustehen, wenn ein Lehrer den Klassenraum betritt. Meine Begründung: "Wir sind doch hier in einer Schule und nicht bei der Bundeswehr". Die MitschülerInnen blieben also nach der großen Pause sitzen. Der Lehrkörper tobte. Ich: "Wir sind hier nicht bei der Bundeswehr". Da war dann was los... 
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