Autor Thema: Post-Lindenstraßen-Gedanken  (Gelesen 14238 mal)

Offline Löpelmann

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Re: Post-Lindenstraßen-Gedanken
« Antwort #75 am: 07 August 2022, 22:19:01 »
Wenn man die ganze Serie auf DVD hat, braucht man keinen Ersatz. RTL plus hat übrigens neben den Dailys auch Dallas und Denver Clan in seinem Premiumangebot werbefrei. 

 ;)

Offline Hamlet

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Re: Post-Lindenstraßen-Gedanken
« Antwort #76 am: 18 August 2022, 10:37:18 »

Minimal-Drehbuch für Nachfolgeserie

Geist Eins: "Huhu, ich bin der Geist, der jedem, der konzentrisch scheißt, von unten in die Eier beißt."

Geist Zwei: "Nun beruhjen se sich mal, Herr Beimer, wenn ich noch über eine physische Präsenz verfügte, könnte ich Ihnen was verschreiben, nich wahr, aber Sie sehen doch, wie es um uns bestellt ist."
♪♫♪ Oh In-dy, ♫ oh In-dy, ♪ the skies are so win-dy... ♪ ♫ ...

Offline Arti

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Re: Post-Lindenstraßen-Gedanken
« Antwort #77 am: 22 September 2022, 12:38:51 »
In den letzten Tagen denke ich oft an die Lindenstraße.

Einerseits denke ich, dass die Listra gerade jetzt spannend sein könnte, wie nie zuvor:
Corona, Ukraine-Krieg,- Inflation, Energiekosten, die durch die Decke schien.
Wie würden die Bewohner der Lindenstraße damit klarkommen?
Wie würde sich jeder einzelne positionieren? (der Ukraine mit Waffen helfen-oder nicht?)

Anschelina würde gnadenlos jeden ihrer Mieter kündigen, der die Nebenkosten nicht bezahlen kann.
Roland würde kostenlose Prepperkurse anbieten. Überhaupt, würde der preppern, was geht und Bunker bauen.
Selbstverständlich würden Flüchtlinge aus der Ukraine mit offenen Armen empfangen werden.

Aber vielleicht würde die Listra an den Problemen der Gegenwart scheitern. Die Tagespolitik wurde
damals über Radio- und TV eingespielt. Bisschen was war natürlich auch in der Listra zu sehen (z.B. Flüchtling Jamal "Isso"),
aber doch nie Existenzbedrohendes. Letztlich wurden die Bewohner mit allem fertig und zur Not gab es
die Bratpfannen.

Aber jetzt? Die Realität würde die Listra komplett aufmischen und ich frage mich, ob das den Zuschauer-
quoten gut täte? Würden die Zuschauer auch noch in der Gosse sehen wollen, was sie in ihrem Leben ängstigt?
Wäre das jetzt zu viel Realität?
Oder: würden die Autoren die Gegenwart weichgespült einfließen lassen (und damit das Konzept verraten)? -
um der Quoten willen?
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Offline Löpelmann

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Re: Post-Lindenstraßen-Gedanken
« Antwort #78 am: 22 September 2022, 12:45:47 »
Die Mehrheit des deutschen Publikums weiß alles selbst besser, viele mögen die ÖR-Medien nicht (mehr) und kamen sich, als Lindenstraße noch lief, politisch belehrt vor. Deswegen funktionierte das leider schon länger nicht mehr.

Die andere Langzeitserie bei RTL versucht es erst gar nicht und lässt Corona, Ukraine  und Co in ihrem Serienuniversum gar nicht stattfinden. Finde ich auch blöd, aber das deutsche Publikum will es nicht. Sie stänkern lieber bei FB rum, nicht alle, aber viele.

Offline Arti

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Re: Post-Lindenstraßen-Gedanken
« Antwort #79 am: 22 September 2022, 13:32:02 »
Die Mehrheit des deutschen Publikums weiß alles selbst besser, viele mögen die ÖR-Medien nicht (mehr) und kamen sich, als Lindenstraße noch lief, politisch belehrt vor. Deswegen funktionierte das leider schon länger nicht mehr.

Ich habe die Quoten hier, die Markus netterweise gepostet hat, immer mitgelesen und fand die nie  wirklich schlecht.
Als die Lindenstraße begann sah ja die ganze TV-Landschaft noch anders aus. Die Zuschauer liebten es ihre Nachbarn
in der Gosse wiederzukennen. Dass die Gosse später Zuschauer abgeben musste, ist nicht verwunderlich.
Wozu zahle ich GEZ-Gebühren, wenn nicht auch ein Fernsehereignis finanziert wird, das auf den Privaten durchfallen müsste?
Aber das wurde hier oft diskutiert.

Aber was die Zuschauer betrifft und ihren Unwillen, reale Probleme im TV nachgespielt zu sehen...
Da bin ich anderer Ansicht. Ich glaube, es käme auf die Qualität an: Qualität der Drehbücher, Dialoge,
Schauspieler.
Vor allem wahrscheinlich auf den Mix zwischen Realismus und überspanntem Thrill- und auch Situationskomik.
Man müsste den Darstellern diesen "Beamten-Habitus" austreiben (Ich bin hier, bis zu Rente...)
Wie? So: Es müsste darum viel häufiger zu Neuzugängen kommen. Es ist doch heute komplett unrealistisch, dass Menschen
40Jahre in einem Mietshaus wohnen.
Einziehen, ausziehen, viel häufiger. Charaktere, die höchstens 10 Jahre dabei sind und dann kommen neue Rollen.
Ich meine, eine Langzeitserie wie die Gosse fehlt total. Diese anderen (rein zur Unterhaltung gemachten) Serien
gucke ich nicht.
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Offline Löpelmann

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Re: Post-Lindenstraßen-Gedanken
« Antwort #80 am: 24 November 2022, 12:14:29 »
Heute am 24.11.ist es 34 Jahre her, dass Benno in den Bergen in den Armen von Gabi für immer die Augen schloss.

Folge 156 “Der erste Schnee” ausgestrahlt am 27.11.1988

Offline Schnecke

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Re: Post-Lindenstraßen-Gedanken
« Antwort #81 am: 24 November 2022, 18:04:41 »
So lange ist das schon her. Das war eine sehr traurige, aber doch auch schöne Folge.